Neuigkeiten

DM Alsdorf und DC Forst

DM Alsdorf (Jonathan)

Am letzten Aprilwochenende stand ein erster echter Formtest auf dem Programm. Antonia, Fabian, Tessa und Franka waren für die DM Duathlon im fernen Alsdorf bei Aachen gemeldet. Wir haben zunächst lange gezögert angesichts des Reiseaufwandes für recht kurze Rennformate. Allerdings waren wir dann überzeugt, als wir in die Startliste schauten. Sowohl bei den Juniorinnen um Toni als auch bei den Jugendlichen kündigte sich ein illustres Startfeld an. Besonders reizvoll außerdem, dass die Rennen mit Windschattenfreigabe eine gute Vorbereitung für die Bundesliga- und Deutschlandcupsaison waren.

Um es vorweg zu nehmen: die DM war sehr erfolgreich! Fabian konnte Deutscher Meister in der Jugend B werden. Dies gelang ihm einerseits aufgrund seiner sehr guten Form und andererseits, weil er einen Plan hatte, den er konsequent umsetzen konnte. Wir hatten uns darauf verständigt, dass sofort auf dem Rad attackiert wird, denn hier fühlte sich Fabian bärenstark. Wenn aber die Gruppe etwas größer schien, sollte ein günstiger Moment abgewartet werden, um dann nicht zu viele Körner gegenüber den in der Gruppe fahrenden Athleten im Alleingang zu lassen. Für diese Variante entschied Fabian sich dann. Denn ihm gelang es beim ersten Lauf über 2,5km mit 4 anderen eine Radgruppe zu bilden. Dort wurde allerdings nicht sonderlich schnell gefahren, so dass der Alleingang nach der ersten Wendemarke nach etwa 2,5km forciert wurde. Fabian kam dann etwa 10sec vor der Verfolgergruppe zur zweiten Runde durch, etwas blass schien er schon zu diesem Zeitpunkt, was darauf hindeutete, dass der Ausriss ordentlich Körner kostete. Aber nun gab es kein Zurück mehr. Fabian zog voll durch in der zweiten Hälfte des Radparts und baute seinen Vorsprung sogar noch etwas aus. Beim abschließenden Laufen sah er zwar nicht mehr so geschmeidig aus, wie ich ihn kenne, aber dem Sieg lief er ungefährdet entgegen.

Auch Franka überzeugt als die jüngste Starterin im Feld der A-Jugendlichen mit dem Gewinn des Deutschen Vizemeisterinnentitels. Sie ging allerdings etwas zu forsch an, verschenkte eventuell im ersten Lauf etwas Körner, die im zweiten fehlten, da sie mit 10sec Vorsprung vor der Verfolgergruppe in die Wechselzone kam. Es bildete sich dann aber eine vierköpfige Spitzengruppe, in der Franka recht viel arbeitete, zumindest immer, wenn sie an mir vorbei fuhr. Vielleicht wollte sie aber auch einfach ihren Coach überzeugen ;-). Zum Ende des Radfahrens bzw. direkt zum Wechsel verlor Franka etwas den Kontakt, wodurch ein kleines Loch entstand, dass auch aufgrund eines etwas langsameren Wechsels nicht sogleich geschlossen werden konnte (Franka stellte ihr Rad genau zwischen ihre Schuhe und musste dann ihr Rad umlaufen, um von einem zum anderen Schuh zu gelangen). Aber nach einigen Laufmetern stellte sie ihre hervorragende Laufform unter Beweis und konnte sicher den zweiten Platz erringen. Auch Tessa fuhr ein gutes Rennen auf dem Rad. Sehr sicher führte sie die Gruppe über weite Teile der Strecke an und auch lief solide ins Mittelfeld der starken Konkurrenz. Besonders hat mich daran die Freude begeistert, die man ihr an diesem Tag durchweg ansehen konnte! Antonia hatte sicherlich die stärkste Konkurrenz in Starterinnen, die zu Deutschlands Triathlonspitze gehören. Leider erwischte sie keine Radgruppe und musste daher das Radfahren komplett im Wind fahren – verfolgt von einer kleinen Gruppe und auf der Jagd nach der Spitzengruppe, die aber schon uneinholbar enteilt war. Aber auch ihre Läufe deuten eine gute Form im Hinblick auf die zweite Bundesliga an.

Bericht von Fabian:

Die DM Alsdorf war für mich ein tolles Erlebnis, von riesiger Aufregung bis unglaublicher Freunde war alles dabei. Am besten war, dass wir alle zusammen im Team dorthin gefahren sind und wir dadurch einen super Support hatten. Der Wettkampf an sich war ein reines Taktikspiel. Der erste Lauf ging recht gemütlich von statten, dann auf dem Rad wurde es aber sehr hart, weil ich am ersten Wendepunkt meine Gegner in der Gruppe allein lassen wollte. Das stellte sich als eine gute Aktion heraus, jedoch musste ich von dort noch 7,5 km alleine fahren und dafür sorgen, dass die anderen nicht herankommen. Dementsprechend lief der 2. Lauf auch nicht mehr ganz so glatt :-). Im allgemeinen war es ein geiler Wettkampf, mit einer perfekten Vorbereitung. Danke dafür an Jonathan Pargätzi und alle anderen, die mich unterstützt haben.

Bericht von Franka:

Endlich ging es los, nach Alsdorf zur Deutschen Meisterschaft im Duathlon. Obwohl ich wusste, dass ich top vorbereitet war, stieg meine Anspannung und die Aufregung Tag für Tag. Nach guten 6Std. sind wir am Samstag Nachmittag mit dem VW Bus bei der Unterkunft heil aber ziemlich kaputt angekommen. Das Einchecken in der Unterkunft und das Auspacken ging schnell, sodass wir uns ein bisschen später auf den Weg in die Innenstadt von Alsdorf gemacht haben, um uns dort noch beim Italiener viele Kohlenhydrate anzusammeln für den morgigen Tag. Danach haben wir uns noch die Wettkampfstrecke angeschaut und als wir dann an der Strecke standen ,wo es am nächsten Vormittag losgehen sollte, war ich noch aufgeregter und die Angst , das ich mich noch einmal verlaufe, wie in Hamburg, wurde größer.

Als ich dann abends endlich in meinem Bett lag, konnte ich dennoch nur schlecht schlafen, da die Nervosität ein ständiger Begleiter von mir dort war.

Nun war es soweit, der Wettkampftag war gekommen und wir saßen alle um halb acht beim Frühstück, da Toni als erste starten musste. Jedoch hat mich das schlechte Wetter etwas beunruhigt. Als ich nun endlich meine Startunterlagen in der Hand hielt und Toni gestartet war, gab es kein Zurück mehr, denn nun waren Tessa und ich an der Reihe uns warm zu machen und dann los zum Start zu gehen. Meine Angst davor, nicht abliefern zu können und mich zu verlaufen, stieg jede Sekunde an, doch durch das tolle Supporten von Arne, Jonathan, Nidia sowie meinem Freund, konnte ich alles vergessen und beim Startschuss los ballern. Auch das Wetter änderte sich und die Sonne kam heraus. Schon nach den ersten Metern war mir klar, dass ich zwar laufstark bin, sodass ich mich absetzten konnte auf den ersten 2,5km, doch im Nachhinein war dies sehr untaktisch, da ich die nächsten 20km auf dem Rad nicht alleine fahren konnte und daher auf die nächsten drei warten musste, um mit diesen dann die 20km zusammen zu fahren. Als wir vom Rad stiegen und zum Wechselplatz liefen, lagen meine Schuhe leider nicht mehr an meinem Platz, sondern zerstreut und als ich die zwei Mädels schon aus der Wechselzone laufen sah und Nidia und Jonathan mich anschrien, ich solle mich beeilen, war mir klar, dass das nochmal ein hartes Rennen werden würde. Zu allem Überfluss kamen die Magenkrämpfe noch dazu, sodass ich am Kämpfen war. Zum Glück habe ich nach 200m noch eine von den Beiden überholt, dennoch fehlten mir am Ende die notwendigen Körner bis zum Sieg.

Am Ende wurde ich zweite und mir fehlten noch 13 Sekunden auf die Siegerin. Natürlich war die Freude da, dass ich sogar unter den Top 3 auf dem Treppchen mich durchgesetzt habe, doch eine gewisse Enttäuschung war auch da, denn man hat gerade knapp den Sieg verpasst.

Doch ich denke als gute Vorbereitung für die kommende Saison war die DM sehr gut und aus Fehlern lernt man ja :):)

Danka für das tolle Training und die tolle Unterstützung und das Supporten, tolles Team!!!

Bericht von Tessa:

Am 29.4 hat unser Team das erste Mal an einer deutschen Meisterschaft (Duathlon) in Alsdorf teilgenommen, schon während unserer Hinfahrt hatten wir zusammen viel Spaß.

Vor dem Wettkampfbeginn stieg der Stresspegel extrem an.

...Irgendwann war es soweit, der Startschuss fiel und alle rannten los.

Beim Laufen fiel ich dann etwas zurück, da die Mädchen in meiner Altersklasse sehr laufstark waren .Danach ging es durch die Wechselzone aufs Rad. Beim Radfahren konnte ich dann wieder einige Plätze gut machen und kämpfte mich bis ins Mittelfeld vor. In der letzten Runde bin ich aus der Gruppe hinausgefahren. Danach ging es wieder auf die Laufstrecke. Auf den letzten 500 Metern fing dann nochmal das kämpfen an und ich war froh, als ich die Ziellinie überquerte. Auch während des Wettkampfes haben wir uns die ganze Zeit gegenseitig unterstützt

DC Forst (Jonathan)

Mit ordentlich Selbstsicherheit und eine Menge Aufregung ging es dann zwei Wochen später nach Forst, dem ersten Triathlon in der dreiteiligen Rennserie des Deutschland Cups. Dass Fabian in guter Form war, deutete schon die Vorbelastung am Dienstag über 1500m in 4:37 an, was locker von der Hand ging. Aber beim Schwimmen konnte ich nicht genau sagen, wie der Stand im vergleich zur stärksten Konkurrenz in Deutschland ist. Aber auch hier konnte Fabian überzeugen und als sechster aufs Rad wechseln. Das Loch nach vorne konnte dann innerhalb eines Kilometers geschlossen werden, so dass Siegchancen geschaffen wurden. Beim Laufen spielte Fabian seine beiden größten Qualitäten aus: Coolness und Lockerheit einerseits und Fokus und absoluter Siegeswillen andererseits. Jedenfalls war das Rennen absolut offen, zumindest für die Zuschauer. Fabian hatte den Plan, seinem einzigen verbliebenen Konkurrenten kurz vor dem Ziel stehen zu lassen. So tat er es auch und sicherte sich damit in der Jugend B den ersten Platz, womit er in der Punktewertung des Cups logischerweise ganz vorne liegt. Franka und Tessa hatten insbesondere beim Schwimmen mehr Probleme, die nun analysiert werden und die im Training konstruktiv gewendet werden müssen ;-) Jedenfalls kamen sie erst in der letzten Gruppe aus dem Wasser und hatten somit mit dem Ausgang des Rennens nicht mehr viel zu tun. Aber: Franka konnte mit der Spitzengruppe mitlaufen und eine starke Zeit über 5km hinlegen (17:30min). Das heißt, wenn sie im Mittelfeld aus dem Wasser kommt, ist sie vorne mit dabei. Auch Tessa konnte sehr stabil laufen und zeigte damit, dass sie nach Verletzungsproblemen im Winter immer besser in Fahrt gekommen ist. Ich bin sicher, dass es noch bessere Ergebnisse in diesem Jahr im Cup gibt.

Zurück